Edelmetallhandel Christian Brünisholz

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Gold allgemeines

Am Aufbau der 16 km starken Erdkruste ist Gold mit nur 0,0000005 Gew.% beteiligt – das entspricht einer Konzentration von 0,005 g/t. Damit steht es erst an 75. Stelle in der Häufigkeitstabelle der Elemente. Nur an den Stellen, wo eine Goldkonzentration von mindestens 2,5g/t erreicht wird, ist ein Abbau der Goldvorkommen wirtschaftlich durchführbar.

In der Natur kommt Gold meist GEDIEGEN, d.h. in metallischer Form vor. Dabei ist es immer mit Silber, in geringerem Umfang auch mit Kupfer und Wismut legiert. Wenn der Silbergehalt (normal: 2-20%) die Grenze von etwa 25-28% übersteigt, so spricht man von ELEKTRUM (früher: Elektron). Palladiumhaltige natürlich vorkommende Goldlegierungen heißen PALLADIUMGOLD oder PROPEZIT (5-11 % Pd), entsprechend nennt man rhodiumhaltiges gediegenes Gold RHODIUMGOLD oder RHODIT (bis 8% Rh), kupferhaltiges AUROCUPRID oder GOLDCUPRID (etwa Au2CU3, bis 20% Cu) und wismuthaltiges WiSMUTAURID (bis 20% Bi). Diese Mineralien sind jedoch weitaus seltener, als die natürliche silberhaltige Goldlegierung. Klar ausgeprägte Kristalle bildet gediegenes Gold nur selten. Häufiger sind unregelmäßige Formen in der Art von Schuppen, Körnern, Moos und Draht. Die Ausbildung variiert nach Art der Lagerstätte.

Im Gegensatz zu den südafrikanischen Vorkommen tritt das Gold in den meisten Goldseifen in Form von Staub oder Körnern (NUGGETS) auf, die meist weniger als ein Gramm wiegen, oft sogar mit bloßem Auge nicht zu erkennen sind. Riesennuggets gegefunden.

Reines Gold hat folgende Eigenschaften:
- Chemisches Symbol Au (lat. aurum = Gold)
- Element aus der ersten Nebengruppe des Periodensystems
- Ordnungszahl 79
- Relative Atommasse 196,9665
- Hauptwertigkeit lit; Dichte 19,3
- Schmelzpunkt 1063´C
- Siedepunkt 2700´C
- Brinellhärte 18,5
- Zugfestigkeit 131 N/mm2
- Bruchdehnung 24-50%

Seine gelbrote Farbe, sein hoher Glanz, seine gute Polierfähigkeit und seine außergewöhnliche Dehnbarkeit sind die hervorstechendsten  Eigenschaften des reinen Goldes. Gold lässt sich zu Folien von nur 0,0001 25mm Stärke schlagen. Dieses leicht durchscheinende „Blattgold“ hat eine bläulichgrüne Farbe. Aus 1 g Gold lässt sich ein 3 km langer Draht von 0,006 mm Durchmesser ziehen. Die geringe Härte des Goldes ist u. a. Ursache der großen Dehnbarkeit, die einer Mohs´schen Härte von 2,5-3 entspricht. Gold gehört zu den spezifisch schwersten Metallen. Sein Schmelzpunkt liegt zwischen dem des Silbers und des Kupfers. Gold beginnt sich schon bei Temperaturen knapp über 1000´C zu verflüchtigen, trotz des hohen Siedepunktes. So wird beispielsweise goldhaltiges Platin durch längeres Schmelzen völlig goldfrei. Gold dehnt sich beim Schmelzen stark aus. Seine große elektrische Leitfähigkeit und Wärmeleitfähigkeit entsprechen etwa 70% von der des Silbers.hören zu den großen Ausnahmen. Der größte bisher gekannte erhielt den Namen HOLTERMANN NUGGET. Er hatte ein Gewicht von 214,32 kg, und wurde im Oktober 1872 in Australien

Gold wird wegen seiner geringen Härte fast ausschließlich in legierter Form verwendet. Die Veränderung der Farbe, Schmelzpunkt, Dichte, Zugfestigkeit und Preis sind weitere Gründe für das Legieren des Goldes. Die wichtigsten Legierungspartner  des Goldes sind Kupfer und Silber bei den Farbgolden, sowie Palladium und Nickel bei den Weißgolden.

Gelbgold  = Gold, Kupfer, Silber
Rotgold = Gold, rotes Kupfer
Weisgold = Gold, Palladium

In der Bundesrepublik werden vorwiegend Farbgoldlegierungen der Feingehalte Au 750, Au 585 oder Au 333 verarbeitet.

Das DUKATENGOLD (Au 986) hat seinen Namen von den alten deutschen und österreichischen Dukaten. Als Münzmetall spielt es heute noch eine Rolle. Wichtiger sind jedoch die beiden MÜNZGOLDE Au 916,7 und Au 900.
Das Au 916,7 wird hauptsächlich in England, Südafrika und Chile zur Münzprägung verwendet, während Au 900 heute in den meisten übrigen Ländern als Münzgold den Vorrang hat. Die Bedeutung der Legierungen Au 833 (früher: ZAHNGOLD), Au 666 und Au 625 ist sehr stark zurückgegangen. In Nord- und Südamerika spielen dagegen Legierungen mit einem Feingehalt von Au 500 eine wichtige Rolle.
750 / 1000 (18 Karat)
Au-750 / 1000- LEGIERUNGEN haben international für die Schmuckfertigung die größte Bedeutung.

585 / 1000 (14 Karat)
Au-585 / 1000- LEGIERUNGEN sind in Farbe und Glanz den Au-750-Legierungen etwa gleich zu setzen. In der geringeren Dichte (je nach Farbton 13,0-14,4 gegenüber 14,8-15,9 bei Au 750) liegt ihr Vorteil, die sich zusammen mit dem geringeren Goldgehalt preisgünstig auswirkt.

333 / 1000 (8 Karat)
Bei den Au-333-Legierungen nimmt das Gold zwar gewichtsmäßig ein Drittel der Legierung ein, da seine Atommasse (früher: Atomgewicht) jedoch wesentlich größer ist als die der beiden Zusatzmetalle Silber und Kupfer, ergibt sich , dass zwei Goldatome von 7 Silber- bzw. Kupferatomen umgeben sind. Hieraus resultiert der unedle Charakter dieser Legierungen.


Rohgold
Noch mit anderen Metallen vermengtes Gold in Form von Barren, Granulaten, die als Produkte bei der Goldextraktion anfallen. Wird mit Hilfe der Elektrolyse gereinigt zu 999,99 = 1000/1000.

Gold (Au)
Ableitungsform vom indogermanischen Wort ghel = schimmernd, blank, gelb, glänzend, glühend; griechisch: chrysos - Latein aurum.
In Ägypten dem "Osiris" = Sonnengott geweiht.
Symbol: = Sonnenzeichen - ein Reif, der einen Finger umschließt (göttliches Metall, nur von hohen geistlichen und weltlichen Würdenträgern getragen).
Chem. Zeichen: Au - Dichte: 19,3 bis 19,5 (Würfel mit 3,7 cm Kantenlänge = 1 kg) - Schmelzpunkt: 1064 Grad Celsius = 1337 Grad Kelvin - Siedepunkt: 2970 Grad Celsius = 3243 Grad Kelvin - Brinellhärte: zirka 18 bis 20 HB - Ordnungszahl: 79 - Eigenschaften: feuriggelbe Farbe, oxidationsbeständig, widerstandsfähig gegenüber Säuren und Laugen, im legierten Zustand hohe Polierfähigkeit händisch ausschlagbar = "Blattgold" auf zirka 0,0014 mm, sehr geschmeidig und dehnbar, 1 g auf zirka 2000 m ziehbar, Drahtstärke 0,006 mm, Folien kann man bis zu einer Stärke von 0,000125 mm herstellen.
Löslich in Königswasser, Quecksilber, Zyankali und Zyannatrium in Verbindung mit Sauerstoff.
Handelsformen: Barren, Blech, Draht, Granum (Granalien).
Kristallisation: Kubisch.
Mehr zum Thema Physikalische Eigenschaften der Edelmetalle.

Feingold
Elektrolytisch reines Gold von 999,99 Prozent. Der Feingoldanteil in einer Legierung wird in Promillen (Tausendstel) ausgedrückt. Alte Bezeichnung bei Gold war "Karat", 1000/1000 = 24 Karat, bei Silber "Lot" = lötig, 1000/1000 = 16 Lot.

Goldmenge Überirdisch ca.  130.000 Tonnen (Würfel mit Kantenlänge von 17,9 Meter)

Bullion Coins
Krügerrand Südafrika 916,66
Wiener Philharmoniker Österreich 999,9
Francs "Liberte Egalite Fraternite Frankreich 900
Nugget Australien 999,9
Peso Mexiko  
Maple Leaf Canada 999,99
Brittania England  
American Eagle USA  
Panda China  

Barren Produktinsstätten  
Deutschland   D   (Degussa und Heraeus
Schweiz         CH  (Credit Suisse und Argor Barren)

Gold bzw. Mienen Aktien    
    
Name                                       Kontinent            Stellung                          Notierung 
    
Anglogold                                 Südafrika          gr. In Südafrika              New York Stock Exchange
Newmount Mining                   USA                  gr. Der Welt bis 2004    New York Stock Exchange
Tochter Normandy Mining     Australien        führend in Australien  
Tochter Goldfiels                     Südafrika         Nr. 2 in Südafrika  
Harmony Gold                         Südafrika          Nr. 3 in Südafrika  
    
(Hedging = Absicherung zum Terminmarkt)      

 

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